Das Wappen Schorndorfs

Vorwort von Winfried Kübler, Oberbürgermeister Schorndorf a.D.

1688, das Jahr, in dem Barbara Künkelin, die Leutkirchnerin, den Schorndorfern den Weg aus einer lebensbedrohenden Krise zeigte, liegt mehr als dreihundert Jahre zurück. Aber immer noch fasziniert die ungewöhnliche Initiative dieser Frau und ihrer Gefährtinnen die Menschen unserer Tage und bringt sie zum Nachdenken.

Alle zwei Jahre kommt das bei der Verleihung des von Schorndorfs Ehrenbürger Fritz Abele gestifteten Barbara-Künkelin-Preises besonders zum Ausdruck. 20 Jahre sind seit der ersten Preisverleihung vergangen. Eine Zeit, in der sich in Gesellschaft und Wirtschaft manches gewandelt hat, alte Werte und Konventionen über Bord gingen und die Menschen versuchten, sich neu zu orientieren. Geblieben ist die Erfahrung, dass es heute wie früher darauf ankommt, dass es Menschen gibt, die bereit sind, sich für andere zu engagieren - auch wenn für sie selbst damit Risiken verbunden sind. Dass sich in solchen Rollen - auch im öffentlichen Bereich - zunehmend Frauen besonders bewähren, zeigt auch der Blick auf die Preisträgerinnen der vergangenen zwanzig Jahre und auf deren Verdienste um das Wohl anderer.

Insofern ist diese Dokumentation ein zeitgeschichtliches Dokument, das die Bedeutung der Stiftung, den Weitblick und das stets heimatverbundene Engagement ihres Stifters genauso zum Ausdruck bringt, wie die Arbeit der Frauen des Preisgerichts.

Mein Dank im Namen der Stadt Schorndorf gilt allen, die die Stiftung in den letzten zwei Jahrzehnten begleitet und in ihr mitgearbeitet haben, besonders auch dem Heimatverein Schorndorf.

Der Barbara-Künkelin-Preis verbindet Tradition und Fortschritt, er hält die Erinnerung an Barbara Künkelin lebendig und würdigt Frauen unseres Zeitalters für mutiges, unkonventionelles und aus eigener Kraft schöpfendes Eintreten für das Wohl ihrer Mitmenschen.

Unterschrift von Winfried Kübler
Winfried Kübler,
OB a.D. Schorndorf, 2004

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